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Skandalisierung

Hans Mathias Kepplinger unterstreicht, dass ein Skandal immer etwas mit einem Verstoß gegen eine „Gruppennorm, eine in der Gruppe allgemein akzeptierte Sichtweise“[1] zu tun hat und verweist damit auch auf dessen Funktion als Sanktion eines Tabubruchs.
In Bezug auf Jelinek müssten seit den 1980er Jahren immer stärker bewusste Skandalisierungsprozesse konstatiert werden. Eine wichtige Rolle kommt dabei den Medien, aber auch VertreterInnen der Politik zu, die die Debatten um Tabus, die Jelineks Texte bzw. Aufführungen berühren oder brechen, bewusst verstärken. Verwiesen sei auf den Band Die Nestbeschmutzerin. Jelinek & Österreich[2], der die Debatten und Skandalisierungen, die es bis 2002 rund um Jelinek in Österreich gegeben hat, dokumentiert.

Dieser Bereich beleuchtete die Skandalisierungsmechanismen zu Jelineks Tabubrüchen und die Rolle der Medien und der Politik in diesem Zusammenhang. Kontextualisiert wurden sie mit Reaktionen auf vergleichbare österreichische KünstlerInnen.

[1] Kepplinger, Hans Mathias: Der Mechanismen der Skandalierung. Die Macht der Medien und die Möglichkeiten der Betroffenen. München: Olzog 2005, S. 20.

[2] Vgl.: Janke, Pia (Hg.): Die Nestbeschmutzerin. Jelinek & Österreich. Salzburg: Jung und Jung 2002.


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Elfriede Jelinek
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