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Interreligiöse Störungen

Jede monotheistische Religion beansprucht den „wahren Gott“ für sich, was sich in religiösen Sprechakten und Riten manifestiert. Dementsprechend stellen interreligiöse Überlagerungen in der Kunst, in denen Gottesvorstellungen aus verschiedenen Religionen vermischt werden, Störungen und somit Tabubrüche dar, da sie diesen Anspruch hinterfragen.

In einigen Texten überlagert Jelinek Vorstellungen aus Christentum und Islam, z.B. in Bezug auf die Märtyrerthematik, wenn sie die Figur Christi mit Darstellungen von islamistischen Selbstmordattentätern überlagert und der christliche Märtyrer damit auch zum Terroristen wird.
Dieser Bereich des Portals beschäftigte sich mit den interreligiösen Störungen in Jelineks Werk und in den Fotoarbeiten zweier russischer Künstlerinnen, in denen Porträts palästinensischer Selbstmordattentäterinnen in Madonnenbilder montiert werden.


 DIE BEITRÄGE DIESES BEREICHS:


Forschungsplattform
Elfriede Jelinek
Texte - Kontexte - Rezeption
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