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Körper und Frau

Indem sich die Frau als Künstlerin und somit als Schöpferin betätigt, nimmt sie eine männlich konnotierte Rolle ein. Sie blickt von außen „in die durch männliche Strategien bestimmten Diskurse von Kunst, Ökonomie und Politik hinein, zu denen sie Zugehörigkeit erst erringen muss“[1], konstatierten Christa Gürtler und Moira Mertens.

Dieser Bereich untersuchte, wie Jelineks Arbeiten den weiblichen Körper thematisieren und welche (sprachlichen) Formen Tabu brechend wirken. Jelineks Werke wurden dabei in den Kontext künstlerischer Arbeiten gestellt, die in ästhetischer Hinsicht und von ihrer Intention her vergleichbar sind. So weckt Jelineks Kritik an von Mode und Medien diktierten Gesellschaftsbildern Assoziationen zu Cindy Shermans subversiven Körperinszenierungen.
Analysiert wurden auch vergleichbare Körper-Darstellungen anderer, internationaler Schriftstellerinnen wie die von Georgia O´Keeffe oder Elisabeth Reichart.
Um Wechselwirkungen zwischen den Künsten aufzuzeigen, wurde Jelineks Umgang mit dem weiblichen Körper mit Auseinandersetzungen österreichischer bildender Künstlerinnen konfrontiert. Maria Lassnig, VALIE EXPORT, Elke Krystufek, aber auch die Arbeiten der bislang wenig beachteten Wiener Aktionistinnen waren dabei von Interesse.
Darüber hinaus wurde Jelineks Krankheits- und Untoten-Metaphorik in Hinblick auf Tabu-Brüche befragt.

[1] Gürtler, Christa / Mertens, Moira: Frauenbilder. In: Janke, Pia (Hg.): Jelinek-Handbuch. Stuttgart: Metzler 2013, S. 272-276, S. 272.


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