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Das Begehren der Frau

Aktiv zu begehren und damit Subjektstatus beanspruchen, wird bei Jelinek immer als ein Tabubruch, als ein Akt der Überschreitung der - passiven - Rolle, die der Frau von der Gesellschaft zugedacht wird, dargestellt und als „phallische Anmaßung“ kenntlich gemacht, die von einem patriarchalen Machtsystem sanktioniert wird.
Das Scheitern der begehrenden Frau ist bei Jelinek einerseits die unausweichliche Folge des versuchten Tabubruchs, anderseits aber zumeist auch dadurch vorbestimmt, dass die Frau Komplizin des Patriarchats bleibt und sich nicht emanzipiert.

Dieser Bereich untersuchte die Überschreitung der Rolle der Frau bei Jelinek und anderen vergleichbaren Künstlerinnen. Analysiert wurde, inwiefern künstlerische Darstellungen und literarische Verfahrensweisen des „weiblichen“ Begehrens Tabu brechend wirken und wie solche künstlerischen Transgressionen sanktioniert werden.


 DIE BEITRÄGE DIESES BEREICHS:


Forschungsplattform
Elfriede Jelinek
Texte - Kontexte - Rezeption
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